Anmerkung:

Laut V. Maragioglio und C. Rinaldi beträgt die Wölbung an der Nordseite 0,94 Meter. Wie auf den Bildern und Skizzen zu sehen ist, verringert sich diese Wölbung mit jeder der 210 Steinlagen. Wäre das nicht so, und wären die oberen Steinlagen mehr als beispielsweise 0,5 Meter gewölbt, könnte man dies mit blosem Auge erkennen. Da die obersten Steinlagen der Cheopspyramide heute nicht mehr vorhanden sind, kann man nur vermuten, wie tief die Einkerbung dort noch war. Bei nachfolgender Rechnung unterstelle ich, dass sich die Wölbung bei der obersten Steinlage auf 0,00 Meter reduziert hat.

Um das bautechnische Wunder begreifbar zu machen, muss man den durchschnittlichen Wert berechnen, um den sich die Wölbung im Schnitt mit jeder Steinlage reduziert:

0,94 Meter / 210 Steinlagen = 0,00448 Meter.

Also durchschnittlich 4,5 Millimeter !
Bei 210 Steinlagen, die alle unterschiedlich hoch sind.

Ein paar praktische Fragen:

Wie präzise müssen die tonnenschweren Steinblöcke gesetzt werden? Wie bewegt man eine solche Masse um nur wenige Millimeter hin und zurück (falls mal zu viel verschoben wurde)? Mit welchem Präzissionsmessgerät kann ermittelt werden, ob der Stein danach richtig liegt? Mit welchem Präzissionsmessgerät können die Eckwinkel bemessen werden? Das sind ja keine 90°-Winkel mehr, sondern 89,9... (?)°-Winkel, die sich pro Steinlage minimalst dem 90°-Winkel annähern.Welches Präzissionswerkzeug ist nötig, um solche Fast-90°-Steinblöcke herzustellen?

Wer die Antworten kennt, bitte eine Mail an mich!

 

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